Kapitel 10 – Die Rückkehr
Phirun und Kawin fuhren gemeinsam zurück nach Bangkok.
Die Fahrt verlief still.
Zu viele Gedanken lagen zwischen ihnen. Zu viele Dinge waren in diesem Jahr geschehen.
Als sie schlie?lich ankamen, warteten bereits drei vertraute Gesichter.
Somchai.
Niran.
Anan.
Noch bevor das Auto vollst?ndig zum Stehen kam, stürmte Anan nach vorne.
?Phirun!“
Er blieb direkt vor ihm stehen und sah ihn wütend an.
?Wie konntest du an unserer Freundschaft zweifeln?!“
Seine Stimme war laut – aber man h?rte auch den Schmerz darin.
?Wei?t du eigentlich, wie sehr wir dich vermisst haben?“
Phirun sah ihn einen Moment lang still an.
Dann trat er einen Schritt n?her.
Und umarmte ihn.
Anan z?gerte nur kurz – dann erwiderte er die Umarmung fest.
?Es tut mir leid“, sagte Phirun leise.
Somchai trat grinsend n?her.
?Du bist wirklich ein Idiot, wei?t du das?“
Doch auch seine Augen gl?nzten leicht.
Niran verschr?nkte die Arme.
?Du schuldest uns viele Erkl?rungen.“
Phirun l?chelte schwach.
?Das wei? ich.“
Somchai musterte ihn pl?tzlich genauer.
Dann hob er eine Augenbraue.
?Moment mal…“
Er zeigte auf Phirun.
?Du hast dich ver?ndert.“
Niran nickte zustimmend.
?Dein K?rper…“
Somchai lachte.
?Was hast du gemacht? Ein Jahr lang nur trainiert?“
Phirun zuckte mit den Schultern.
?So ungef?hr.“
Dann wurde er ernst.
?Ich habe viel gelernt.“
Er sah kurz zu Kawin.
?Und ich habe meine Mutter getroffen.“
Die drei sahen ihn überrascht an.
Doch bevor jemand etwas sagen konnte, fuhr Phirun fort.
?Aber bevor ich mich auf alles einlasse, was jetzt vor uns liegt…“
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Sein Blick wanderte zu Arin, der ruhig im Raum stand.
?…brauche ich Antworten.“
Stille erfüllte den Raum.
Phirun sah ihm direkt in die Augen.
?War mein ganzes Leben eine Lüge?“
Dann zeigte er auf seine Freunde.
?Sind Somchai, Niran und Anan meine Freunde, weil sie es wollten…“
Seine Stimme wurde leiser.
?…oder weil sie mir zum Schutz zugeteilt wurden?“
Der Raum wurde still.
Arin antwortete ruhig.
?Niemand hat ihnen befohlen, deine Freunde zu sein.“
Er sah kurz zu den drei M?nnern.
?Ihre Freundschaft war immer ihre eigene Entscheidung.“
Somchai grinste sofort.
?Natürlich.“
Niran nickte.
?Du bist unser Freund, egal was du bist.“
Anan schlug ihm leicht auf die Schulter.
?Und wenn du nochmal daran zweifelst, bekommst du ?rger.“
Phirun musste lachen.
Doch dann sah er Somchai pl?tzlich genauer an.
?Und jetzt zu dir.“
Somchai runzelte die Stirn.
?Zu mir?“
Phirun grinste leicht.
?Was geht eigentlich zwischen dir und Arin?“
Somchai verschluckte sich fast.
?Was?!“
Arin hob eine Augenbraue.
Niran lachte leise.
Anan grinste breit.
Somchai wurde sofort rot.
?Da… da ist nichts!“
Phirun verschr?nkte die Arme.
?Sicher?“
Arin sah Somchai ruhig an.
?Du schaust mich ziemlich oft an.“
Somchai wurde noch r?ter.
?Das stimmt doch gar nicht!“
Die anderen lachten.
Die Spannung im Raum l?ste sich langsam.
Doch w?hrenddessen beobachtete Kawin Phirun still.
Phirun bemerkte seinen Blick.
Ihre Augen trafen sich.
Für einen Moment sagte keiner etwas.
Dann fragte Kawin ruhig:
?Und du?“
Phirun runzelte leicht die Stirn.
?Was meinst du?“
?Bist du bereit?“
Phirun dachte kurz nach.
Dann nickte er.
?Ja.“
Doch irgendwo tief in seinem Inneren wusste er:
Das, was vor ihnen lag…
würde alles ver?ndern.
Fortsetzung folgt…

